Warum ich vegan esse.

02.06.2020

Als Kind habe ich alles gegessen. Später habe ich von den Massentierhaltungen erfahren. Ich habe mich entschieden, keine tierischen Produkte zu kaufen, die aus diesen Anlagen stammen. Der Grund war einfach - das Leiden der Tiere ist nicht zu rechtfertigen. In großen Geschäften findet man aber oft keine BIO-Produkte und ich fand es langsam leichter, tierische Produkte einfach zu meiden. Das tägliche Kochen hat nicht darunter gelitten - im Gegenteil. Viele vegane Gerichte schmecken unglaublich lecker. Ich habe auch dank Veganrezepten viele Lebensmittel entdeckt, die ich vorher nicht kannte, oder verwendete. Ich hatte zuerst Angst, dass das Kochen nach veganen Rezepten mehr Zeit braucht, aber das stimmt nicht. Viele Rezepte sind sehr einfach und schnell. Und wegen Eisen und Eiweiß braucht man sich auch keine Sorgen zu machen - die kann man gut aus Tofu, Linsen, Spinat, Kichererbsen, Bohnen, Vollkornprodukte oder Nüsse bekommen. Laut vielen Studien ist das vegane Essen sogar viel gesünder, als "normales" Essen. Ich habe also den Tieren und meinem Körper gegenüber kein schlechtes Gewissen mehr. Durch die vegane Lebensweise kann man als Individuum sogar zum Klimaschutz beitragen, da gerade die landwirtschaftliche Tierhaltung für einen großen Anteil an weltweit ausgestossenen Treibhausgasen verantwortlich ist. Die Produktion von Fleisch nimmt dazu auch viel Wasser in Anspruch. Der Erde gegenüber brauche ich jetzt also auch kein schlechtes Gewissen zu haben. 

Bára, 29 Jahre, Martinice, Tschechische Republik